13. November 2020: Rauchmeldertag 2020

20 Jahre „Rauchmelder retten Leben“ – Bilanz einer Erfolgsgeschichte zum Rauchmeldertag am 13. November

Initiative appelliert an Eigentümer, die Rauchmelderpflicht umzusetzen – Studien belegen: Rauchmelder retten Leben, aber nur die Hälfte aller deutschen Eigenheime ist ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet.

Anlässlich des Rauchmeldertags am Freitag, den 13. November, weist die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ auf die Erfolge ihrer 20jährigen Informationskampagne hin: Die Aufklärungsarbeit gemeinsam mit vielen Partnern und die zum Jahresende nahezu bundesweit eingeführte Rauchmelderpflicht haben dafür gesorgt, dass die meisten Menschen in Deutschland durch Rauchmelder vor tödlichem Brandrauch besser geschützt sind. Berlin und Brandenburg sind die letzten Bundesländer, in denen die Übergangsfrist der Gesetzgebung zum Jahresende ausläuft.

Nur Sachsen mit Nachholbedarf

Erfreut über die gute Ausstattung zeigt sich auch Albrecht Broemme, der vor 20 Jahren als damaliger Berliner Landesbranddirektor die Kampagne aus der Taufe hob: „Dank der langjährigen Aufklärungsarbeit sind Rauchmelder als Lebensretter zum Glück im öffentlichen Bewusstsein angekommen, auch in der Politik. Daher sind in allen Ländern heute Rauchmelder für private Wohnungen Pflicht. Nur in Sachsen gilt dies bislang lediglich für Neu- und Umbauten.

Der tragische, bundesweit bekannt gewordene Fall aus Grimma in Sachsen, bei dem Anfang des Jahres eine Mutter und ihre zwei kleinen Kinder bei einem Brand ums Leben gekommen sind, wird das hoffentlich bald verändern.“ 

Feuerwehrverband unterstützt Kampagne

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) ist eine tragende Säule von „Rauchmelder retten Leben“. Hermann Schreck, Beiratsvorsitzender der Initiative und Ständiger Vertreter des DFV-Präsidenten, meint: „Heute gibt es keine freiwillige Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr mehr, die nicht den Nutzen der Rauchmelder anerkennt und den Brandschutz mit den lebensrettenden Geräten unterstützt. Das war zu Beginn der Aktion „Rauchmelder retten Leben“ anders und hat sich im Laufe der Jahre wesentlich verändert. Grund dafür ist sicher, dass die Rauchmelder in den Haushalten für eine kontinuierlich sinkende Anzahl der Brandverletzten und Brandtoten sorgen.“

Studien belegen: Rauchmelder retten Leben

Norbert Schaaf, Vorsitzender der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ erklärt: „In Deutschland retten Rauchmelder pro Tag durchschnittlich vier Menschen vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod. Das ergab unsere Auswertung der Medienberichterstattung von Dezember 2019 bis Februar 2020.“ Auch die im März dieses Jahres veröffentlichte Studie „Wirksamkeit der Rauchwarnmelderpflicht“ weist statistisch nach, dass seit Einführung der Rauchmelderpflicht immer mehr Leben gerettet werden.

Hälfte der Eigenheime nicht ausreichend gesichert

Dirk Aschenbrenner, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb): „Es ist erschreckend, dass trotz nachgewiesener Wirksamkeit und trotz Gesetzgebung bundesweit nur die Hälfte der Eigenheimbesitzer ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet ist.“ Zu diesem Ergebnis kam eine Mitte September veröffentlichte repräsentative Innofact-Studie.

Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ appelliert daher an alle Eigentümer, sich und die eigene Familie zuhause ausreichend mit Rauchmeldern zu schützen.

Die 5 größten Irrtümer:

1. Wenn es brennt, bleibt genug Zeit – Irrtum:
Bei einem Brand bleiben höchstens 120 Sekunden zur Flucht.

2. Ein Rauchmelder im Flur reicht – Irrtum:
Rauchmelder gehören mindestens in alle Flure, Schlaf- und Kinderzimmer, in Berlin und Brandenburg auch in alle Aufenthaltsräumeaußer der Küche.

3. Die Rauchmelderpflicht gilt nur für Vermieter, nicht für Eigentümer im selbstgenutzten Wohnraum – Irrtum:
Die Pflicht gilt für alle Eigentümer!

4. Ich bemerke den Brand rechtzeitig – Irrtum:
Nachts schläft auch der Geruchssinn, man wird bei einem Brand nichtwach.

5. Qualität von Rauchmeldern erkennt man allein am CE-Zeichen – Irrtum: Gute Rauchmelder tragen zusätzlich das Qualitätszeichen „Q“.

Mehr Infos unter www.rauchmelder-lebensretter.de

07. November 2020: Melderalarm, Dr. Vöhringer-Heim

Am späten Vormittag des 07. November 2020 wurde die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Stadtmitte und Abt. Reudern zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage des Dr. Vöhringer-Heims nach Oberensingen alarmiert. Durch den Einsatzleiter konnte schnell festgestellt werden, dass die Brandmeldeanlage durch angebranntes Essen ausgelöst hatte.

Im Einsatz: LF 8/6, Löschzug Abt. Stadtmitte

05. November 2020, Brand 2, Starke Rauchentwicklung aus Wohngebäude

Am frühen Abend des 05. November 2020 wurde die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Stadtmitte und Abt. Reudern zu einer starken Rauchentwicklung aus einem Wohngebäude in die Kirchstraße nach Nürtingen alarmiert. Vorort konnte durch den Einsatzleiter schnell erkundet werden, dass die Rauchentwicklung von einem betriebenen Grill ausging und der Einsatz schnell abgebrochen werden konnte.

Im Einsatz: LF 8/6, Löschzug Abt. Stadtmitte

Symbolbild

02. November 2020: Brand 2, Gebäudebrand

Am Nachmittag des 02. November 2020 wurde Freiwillige Feuerwehr Nürtingen zu einem Gebäudebrand in die Nürtinger Schafstraße alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle waren durch die Kameraden der Abt. Stadtmitte und Abt. Zizishausen bereits umfangreiche Menschenrettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, weshalb wir die Einsatzstelle nach kurzer Zeit wieder verlassen konnten.

Im Einsatz: LF 8/6, TSF-W, SW 2000

01. November 2020: Brand 3, Dachstuhlbrand

Zur Unterstützung der Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Stadtmitte wurde die Abt. Reudern am späten Abend des 01. November 2020 zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Vorort wurde durch unsere Einsatzkräfte eine umfangreiche Wasserversorgung hergestellt. Außerdem wurden Atemschutzgeräteträger bei der Personensuche, Brandbekämpfung und Leichenbergung eingesetzt.

Link zum Video-Bericht von Neckar Fernsehen

Im Einsatz: LF 8/6, TSF-W

09. Oktober 2020: Einstellung des Übungsbetriebs

Aufgrund der aktuell rasant ansteigenden COVID-19 Infektionen im Landkreis Esslingen sehen wir uns gezwungen, bis auf weiteres den Übungsbetrieb der Jugendfeuerwehr und Einsazzabteilung einzustellen.

Da die Feuerwehr eine sicherheitsrelevante Organisation ist, gilt es noch viel mehr, eine Infektion zu vermeiden.

Selbstverständlich ist die Feuerwehr weiterhin vollumfänglich Einsatzbereit!

03. Oktober 2020: Hilfeleistung 1, Ölspur

Am frühen Abend des 03. Oktober 2020 wurden die Feuerwehren Oberboihingen und Reudern zu einer Ölspur auf die Kreisstraße 1200 zwischen Reudern und Oberboihingen alarmiert. Die Ölspur wurde aufgrund eines technischen Defekts an einem Fahrzeug verursacht, welche gemeinsam mit der Fa. Gross abgestreut wurde.

Im Einsatz: TSF-W, SW 2000, Anhänger, Feuerwehr Oberboihingen

18. September 2020: Melderalarm, Medius Klinik Nürtingen

Am frühen Abend des 18. September 2020 wurde die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen Abt. Stadtmitte und Abt. Reudern durch die ausgelöste Brandmeldeanlage in die Medius Klinik Nürtingen alarmiert.

Vorort wurde festgestellt, dass die Brandmeldeanlage durch einen mutwillig betätigten Handdruckmelder ausgelöst wurde und es zu keinem Brandereignis kam.

Im Einsatz: LF 8/6, Löschzug Abt. Stadtmitte, TSF-W Löschzug 3

10. September 2020: WARNTAG 2020

Am 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag statt, an dem sich auch Baden-Württemberg aktiv beteiligt. Dazu werden um 11.00 Uhr in ganz Deutschland Warn-Apps piepsen, Sirenen Alarm heulen und Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen. Mit einer Entwarnung ist gegen 11.20 Uhr zu rechnen.

Frühzeitige Warnungen und eine schnelle Information der Bevölkerung ist das A und O, wenn Gefahr droht . Dann zählt jede Sekunde. Zur Vorbereitung gehört auch, die Bevölkerung mit dem Warnsystem vertraut zu machen. Im Ernstfall brauchen die Menschen schnell Informationen.

Auf Grundlage eines Beschlusses der Innenministerkonferenz wird der bundesweite Warntag ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken. Die Wichtigkeit und Aktualität des Themas Warnung zeigt sich auch durch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in diesem Jahr.

Zur Warnung und Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen die verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden beispielsweise über das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem und die Warn-App NINA Warnungen und Informationen der zuständigen Behörden wie der Gesundheitsministerien des Bundes und der Länder bereitgestellt

Mehr Informationen zum Warntag unter www.warnung-der-bevoelkerung.de/serviceportal/